Oliver Christen Lichtplanung
Ingenieurbüro für Kommunal- und Architekturbeleuchtung

2018/12 Kap Norderney - 3. Platz beim internationalen Lichtarchitekturwettbewerb DARCAWARDS

Beim internationalen Lichtarchitektur-Wettbewerb „darc awards“ wurde die Beleuchtung des Seezeichens mit dem 3. Platz in der Kategorie "Beste Aussenbeleuchtung“ ausgezeichnet.

Über 400 weltweite Projekte wurden bei den diesjährigen darc awards eingereicht und von mehr als 7.000 Lichtdesignern, Architekten, Innenarchitekten und Herstellern aus aller Welt bewertet. Die Preisverleihung fand am 6. Dezember in London statt.

Das weithin über die Insel sichtbare Kap befindet sich auf einer 15 Meter hohen Bakendüne und gilt seit dem 10. Juli 1928 als Wahr- und Wappenzeichen Norderneys. Durch seine einzigartige Lage und seine markanten Strukturen mit den runden Torbögen und den eckigen Mauerpfeilern zählt das Kap zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Seit 2017 ist das sechseckige nach oben offene Bauwerk nun auch in der Dunkelheit gut zu sehen. Für das Team von OC|L bestand die Aufgabe darin, die besondere Architektur des Bauwerks in Anlehnung an die Historie mit Licht zu betonen.“.

Die Auszeichnung mit dem 3. Platz zeigt es deutlich: Das Kap Norderney als historischer Leuchtturm ist über die Weltmeere hinweg sichtbar geworden.

Video zum Projekt  


 

2015/05 Deutscher Lichtdesignpreis für OC|L

 

 

 

 (C) Christoph Meinschäfer Fotografie

 

Als einen "riesigen Erfolg für unser junges Büro" betietelte Oliver Christen die Auszeichnung mit dem Lichtdesign-Preis 2015. 

Ca. 400 Gäste verfolgten im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens den Abend mit Beiträgen über Interessante Projekte der Nominierten und Preisträger.

Einzinger Preis ohne vorherige Nominierung war der Nachwuchspreis für junge Büros. Um so größer die Freude bei den 1.Plazierten. 

Gesellschaftshaus des Palmengartens Frankfurt | (C) Christoph Meinschäfer Fotografie

 

 

Nachwuchspreis soll junge Büros zur Wettbewerbsteilnahme motivieren.

 

Zum zweiten Mal wurde ein Nachwuchspreis verliehen. Er ist Lichtplanungsbüros vorbehalten, deren Gründung bei der Wettbewerbseinreichung im vergangenen Herbst nicht länger als drei Jahre  zurückliegen durfte und soll diese motivieren, sich im Kreis etablierter Büros zu behaupten.

Den Nachwuchspreis hat die Jury in diesem Jahr an das Büro OC Lichtplanung von Oliver Christen aus Diepholz verliehen, der an der TU Ilmenau ein postgraduales Studium der Lichtanwendung absolvierte und sich seit 2014 als unabhängiger Fachplaner auf die Kommunal- und Architekturbeleuchtung fokussiert.

Die Jury des Deutschen Lichtdesign-Preises 2015 überzeugte der Diplom-Ingenieur mit seinem vielschichtigen Beleuchtungskonzept für den Schloßplatz Varel. Das Projekt war vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden und dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert worden.

 

 

 

Markus Helle (Fachzeitschrift Highlight) | (C) Christoph Meinschäfer Fotografie | 

 

Festsaal Gesellschaftshaus Palmengarten

 

Projektbeschreibung

 

 

Der Ort
Die Stadt Varel liegt am Jadebusen zwischen den Städten Oldenburg und Wilhelmshaven und bildet mit dem Nordseebad Dangast ein attraktives Ferien- und Naherholungsgebiet.

Die Aufgabe
Der Schlossplatz liegt am nördlichen Ende der Fußgängerzone und wird eingefasst von Gebäuden mit Gastronomie und Handel sowie der Schlosskirche und dem denkmalgeschützten Gebäude des Amtsgerichts. Mit der Neugestaltung des Schlossplatzes, der als große innerstädtische Fläche für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird, findet die mehrjährige Sanierung der Fußgängerzone ihren Abschluss. Komplettiert wird die Maßnahme durch die Umsetzung eines Lichtkonzeptes, das den Schlossplatz stimmungsvoll in Szene setzt und durch seine besonderen Lichtakzente zum Verweilen einlädt.

Die Idee
Neben einer attraktiven Grundbeleuchtung geben Lichtelemente dem Platz Dynamik: Veranstaltungen werden thematisch in Licht umgesetzt, und interaktive Aktionen machen das Betreten und Verweilen auf dem Schlossplatz zu einem Erlebnis.

Die Umsetzung
Die Grundbeleuchtung rund um den Schlossplatz wird durch moderne Säulenleuchten gewährleistet. Hier und auch entlang der angrenzenden Straße wird so die Lichtgestaltung fortgesetzt, die in der Fußgängerzone bereits umgesetzt wurde.

Die dynamische Beleuchtung wird durch drei verschiedene Lichtelemente erzeugt:

- Die den Platz eingrenzenden Bäume werden von Bodeneinbauleuchten angestrahlt.

- 100 Lichtpunkte befinden sich in der Mittelfläche des Schlossplatzes. Die Aufteilung erfolgt dabei so, dass zur angrenzenden Fußgängerzone das Maximum an Lichtpunkten konzentriert wird. Von dort verteilen sich die Leuchten willkürlich über den Platz Vergleichbar mit den Wegen der Menschen aus und in die Stadt hinein..

- Zusätzlich unterstreichen neun Lichtlinien die lineare Struktur der Treppenanlagen und markieren den jeweiligen Antritt der Stufen.

Alle Lichtelemente sind in farbveränderlicher LED-Ausführung. Sie werden zu sieben unterschiedlichen dynamischen Grundszenen zusammengefasst, die je nach Jahreszeit oder Veranstaltung variieren. Die eigens hierfür entwickelten Bewegungsrichtungen und Lichtszenen werden über eine DMX-Steuerung angewählt.

Hinter den Titeln "Frühlingserwachen", "Mittwoch Live", "Kramermarkt", und "Kürbisfest"  verbergen sich vier individuelle Lichtszenen, die den jeweiligen Veranstaltungen farblich angepasst sind.

Über das Jahr hinweg stehen drei Grundszenen zur Auswahl: Neben der "Weihnachtszeit" kann auch eine Grundszene mit jahreszeitlich angepassten Farbtönen in der Fläche oder einer rein weißen Effektbeleuchtung gewählt werden. All diese Szenen leben von der ruhigen Ausstrahlung changierender Weißtöne, die bereits die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen.

Interaktive Steuerung durch Passanten
An drei Mastleuchten, die sich an unterschiedlichen Ecken des Schlossplatzes befinden, sind Präsenzmelder installiert, die bei Registrierung von Bewegung durch Personen eine Lichtszene auslösen. Diese Lichtszene überlagert für die Dauer von drei bis zehn Minuten die Grundfunktion der Lichtelemente auf dem Platz und verläuft bei jedem Präsenzmelder und in jeder Jahreszeit anders. Szenen wie "Sommer, Liegewiese und Strand", "Herbstlaub fällt und weht davon", "Winterstimmung mit Sternenfunkeln" oder "Snowfall" werden in ruhigen "Licht"bildern dargestellt.

Die Interpretation dieser jahreszeitlich geprägten Themen kombiniert mit der zufälligen Auswahl durch die Bewegungssensorik ergibt für den Betrachter ein sich immer veränderndes Bild des Schlossplatzes.

 

 

 

Grundszene

 

 

Momentaufnahme Frühling - die Welt wird bunt

 

 

Veranstaltungsszene - Kramermarkt

 

 

Momentaufnahme Winter - Winterstimmung

 

 

Landschaftsarchitekten
Kilian + Frenz-Roemer GbR, Bremen

 

Elektroplanung
OC|Lichtplanung
Planungsbüro Rolf Winter, Verden

 

 

Elektro

Langer E-Technik, Varel

 

Bauherr
Stadt Varel

 

 

 

Für weitere Informationen zum Projekt oder den verwendeten Lichtprodukten sprechen Sie uns gerne an.